Referent*innen

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Die Kampagne Internationales Jahr der Korallenriffe (IYOR2018.DE) bietet deutschlandweit Vorträge zum Thema „Die Zukunft der Korallenriffe“ für interessierte Einrichtungen an. Um Wissensaustausch, Vermittlung und Aktivitäten der deutschen Korallenriff-Forschung für vielfältige Zielgruppen (Schüler, Studierende, interessierte Öffentlichkeit) zu fördern, stellt die Kampagne (IYOR2018.DE) hier eine Auswahl von Vortragsthemen vor, die für verschiedene Publikumsgruppen angefragt werden können.

Besonders interessant für Schulen:
Einiger unserer Referentinnen und Referenten finden Sie ebenfalls der Forschungsbörse. Hier können Schulen kostenfrei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Unterricht einladen. forschungsboerse.de

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Korallenriffe im 21. Jahrhundert - bedrohte Wildnis tropischer Meere Der Vortrag berichtet, wie die charakteristischen Ökosysteme entlang tropischer Küsten entstehen, wie sie funktionieren - und welchen Bedrohungen sie in der heutigen Zeit unterliegen. Die zunehmenden menschlichen Einflüsse auf die dicht besiedelten Küsten machen auch den Korallenriffen zu schaffen. Folgen der Fischerei, Küstenentwicklung, Müllverschmutzung, Massentourismus und globale Veränderungen des Klimas lassen den Riffen immer weniger Zeit, erlittene Schäden zu regenerieren. So erlebten sie im Frühjahr 2016 ein Bleiche-Ereignis bisher unbekannten Ausmaßes. Kann es uns dennoch gelingen, die Korallenriffe für die Zukunft zu erhalten?











Dr. Götz B. Reinicke, goetz.reinicke(at)meeresmuseum.de

Korallenriffe: früher, heute - und morgen? Korallenriffe gehören zu den artenreichsten Lebensräumen auf unserem Planeten und werden hauptsächlich von Steinkorallen gebildet. Riffe im flachen und warmen Wasser sind in ihrem Vorkommen weitestgehend auf den Tropengürtel beschränkt. Sie übernehmen dort vielfältige wichtige ökologische (u.a. Artenvielfalt, Küstenschutz im Flachwasser) und sozioökonomische (u.a. Fischerei, Tourismus) Funktionen – mehr als eine halbe Milliarde Menschen sind direkt von Korallenriffen abhängig. Allerdings sind insbesondere diese Lebensräume stark bedroht. Vor allem Überfischung sowie in zunehmendem Maße der Klimawandel gelten hier als Hauptbedrohung die Korallenriffe in eine unsichere Zukunft führen. Was können wir tun um Korallenriffe in eine bessere Zukunft zu begleiten?







Prof. Dr. Gert Wörheide,
geobiologie(at)geo.lmu.de und in der Forschungsbörse
Have a snack of trash - Auswirkungen von Plastikmüll auf Korallenriffe und deren Bewohner In unserem Vortrag berichten wir über die massiven Auswirkungen von Plastikmüll auf verschiedenste Organsimen in der marinen Nahrungskette. Dabei geht nicht nur Gefahr von großen Plastikteilen aus, zunehmend gerät auch mikroskopisch kleiner Plastikmüll in den Fokus der Wissenschaft. Als artenreiche Ökosysteme sind die ohnehin schon durch die Klimaerwärmung gefährdeten Korallenriffe besonders anfällig gegenüber dieser enormen Ozeanverschmutzung. Der Vortrag gibt einen Überblick über Herkunft, Dimensionen und Auswirkungen der Plastikvermüllung und gibt Anstoß zum Umdenken.







Monica Pichler, M.Sc. 
mp2015mgap(at)palmuc.org und in der Forschungsbörse

Lena Wilde, B.Sc. 
lenaw2016mgap(at)palmuc.org und in der Forschungsbörse
Korallenriffe im Klimawandel [Für Oberschüler und Erwachsene] Korallenriffe gehören zu den faszinierendsten Lebensräumen unseres Planeten. Sie beherbergen knapp 30% aller marinen Arten und bilden die größten Bauwerke auf der Erde – errichtet von winzigen „primitiven“ Polypen. Leider sind sie durch den Klimawandel extrem gefährdet. Ihre Bauleistung als nachwach- sender Küstenschutz bei steigendem Meeresspiegel vor 109 Staaten ist bedroht durch
  • Versauerung, d.h. unsichtbare Kohlendioxid- Anreicherung im Meerwasser, was die Kalzifikationsrate aller kalkabscheidenden Organismen beeinträchtigt,
  • Treibhauseffekt (unnatürliche Erwärmung des Oberflächenwassers),
  • Sediment- und Nährstoffbelastung der küstennahen Gewässer.
Anschauliches Bildmaterial informiert im Detail über die Schönheit des „Korallen-Kosmos“, die Effekte der pH-Absenkung im Meer, Auslöser und Folgen des „coral-bleaching“, Wirkungsweise der Sediment- und Nährstoffbelastung sowie die Auswirkungen des Meeresspiegel-Anstiegs.







Prof. em. Dr. Helmut Schuhmacher, helmut.schuhmacher(at)uni-due.de
Was sind Künstliche Riffe? [Für Oberschüler und Erwachsene] (Kurzfassung folgt)






Prof. em. Dr. Helmut Schuhmacher, helmut.schuhmacher(at)uni-due.de
Korallen, Schwämme, Algen, Bakterien: Wer steuert das Leben im Korallenriff?

Weitere Vortragsthemen finden Sie hier
Steinkorallen sind die Ingenieure von Korallenriffen. Aufgrund vieler globaler und lokaler Stressfaktoren werden sie immer häufiger durch andere wirbellose Tiere wie Schwämme und Seescheiden verdrängt, oft durch Algen und Bakterienmatten ersetzt. Wir wissen kaum etwas über die Funktion dieser neuen Ökosysteme, obwohl wir wahrscheinlich in Zukunft damit leben müssen, dass Riffe nicht wieder zu ihrem Steinkorallen-dominierten Zustand zurückkehren. Der Vortrag wird Möglichkeiten aufzeigen, um in Zeiten der raschen Umweltveränderung das Funktionieren von Riffen so gut es geht zu erhalten.
Prof. Dr. Christian Wild,
christian.wild(at)uni-bremen.de und in der Forschungsbörse
Globales Ausbleichen von Korallenriffen und die Ursachen In den vergangenen Jahren erscheinen Korallenriffe zunehmend als bedrohte Ökosysteme in den Nachrichten. Vor allem das massive Ausbleichen des Great Barrier Reef und anderer Riffe weltweit machte 2016 Schlagzeilen. Welche Ursachen hat dieses Phänomen, und was bedeutet dies für die Zukunft von Korallenriffen? Welche Ansätze lassen sich daraus für Schutz und Management der Riffe ableiten?








Dr. Sebastian Ferse,
sebastian.ferse(at)leibniz-zmt.de und in der Forschungsbörse
Im Herzen des Korallendreiecks: Indonesiens Korallenriffe – Nutzung, Bedrohung und Schutz Die archipelagische Nation Indonesien liegt im Herzen des Korallendreiecks, der Region mit der weltweit höchsten marinen Biodiversität. Indonesien beherbergt rund ein Sechstel aller tropischen Korallenriffe des Planeten und hat die höchste Anzahl an Menschen, die in Riffen fischen. Allerdings sind die Riffe hier auch so bedroht durch den Menschen wie nirgends sonst. Dieser Vortrag gibt einen Überblick über die Diversität und den Zustand sowie über die Bedrohungen und Schutzmaßnahmen der Riffe Indonesiens.








Dr. Sebastian Ferse,
sebastian.ferse(at)leibniz-zmt.de und in der Forschungsbörse
Unter Wasser forschen: Wissenschaftliches Tauchen in Meeren und Seen Wissenschaftliche Disziplinen: Forschungstauchen, Meeresbiologie Schwerpunkt: Ausbildung, Expeditionen, Risikomanagement,








Dr. Michael Schmidt,
michael.schmidt(at)leibniz-zmt.de und in der Forschungsbörse
Wenn Algen das Riff erobern In dem Vortrag werden Korallen in ihrer Bedeutung vorgestellt und Beispiele für aktuelle Entwicklungen in Riffen gegeben. Prozesse werden aufgezeigt, die zum Rückgang der Korallen führen. Am Beispiel von Riffen vor Sansibar wird ein Simulationsmodell vorgestellt, das zeigt, wie sich ein Riff unter verschiedenen Bedingungen entwickelt.








Dr. Hauke Reuter,
hauke.reuter(at)leibniz-zmt.de
Forschung an Nemo & Co: Wie trägt sie zum Schutz der Ressourcen von Korallenriffen bei? Der Vortrag bezieht sich auf Ressourcen aus den Korallenriffen und zeigt auf, wie man Forschung an Zierorganismen wie Anemonenfische und Korallen verknüpfen kann mit Ressourcenschutz und Riffmanagement.








Dr. Andreas Kunzmann, andreas.kunzmann(at)leibniz-zmt.de
Die Zukunft der "Städte unter Wasser" - Korallenriffe im Anthropozän Korallenriffe stellen nicht nur die vielfältigsten und wohl faszinierendsten marinen Ökosysteme dar, sondern haben auch einen immensen Wert für die Menschheit, etwa für den Küstenschutz, die Fischerei, als "blaue Apotheke" für medizinische Wirkstoffe oder für den Tourismus. Allerdings sind diese "Städte unter Wasser" durch den Klimawandel, Überfischung, Überdüngung, z.T. auch den Massentourismus weltweit gefährdet. Zur Rettung der Korallenriffe sind zum ersten eine Begrenzung des menschengemachten Klimawandels und zum zweiten ein deutlich verbessertes Riff-Management, also die Regulierung und Kontrolle regionaler Verschmutzungen und Überfischung sowie die Ausweitung von Schutzflächen notwendig. Zum dritten gilt es, die Förderung der Anpassungsmöglichkeit von Korallenriffen an veränderte Umweltsituationen, etwa durch neue Schutzgebietskonzepte zu fördern und regelmäßig zu überwachen.






Prof. Dr. Reinhold Leinfelder, reinhold.leinfelder(at) fu-berlin.de und in der Forschungsbörse


Die Dornenkrone - ein Seestern der Riffe frisst Der Vortrag berichtet über die Biologie des Dornenkronen-Seesterns und warum er mancherorts für eine großflächige Zerstörung der Riffe verantwortlich ist.





Prof. Dr. Peter Schupp, peter.schupp(at)uni-oldenburg.de und in der Forschungsbörse
Chemie im Riff: Giftstoffe als Überlebensstrategie Im Vortrag werden verschiedene wirbellose Tiere vorgestellt und wie sie chemische Stoffe zum Beutefang, zur Abschreckung von Räubern und zur Unterdrückung und überwachsen von Konkurrenten einsetzen.





Prof. Dr. Peter Schupp, peter.schupp(at)uni-oldenburg.de und in der Forschungsbörse
Massenableichen: Fortpflanzung von Korallen In dem Vortrag werden die verschiedenen Fortpflanzungstrategien von Korallen vorgestellt und welche Möglichkeiten diese für Korallenzucht und Riffrestauration haben.





Samuel Nietzer, samuel.nietzer(at)uni-oldenburg.de
Korallen und ihre Symbionten Ohne die Vielzahl von symbiontischen Mikroalgen und Bakterien wären Korallen nicht in der Lage, riesige Riffstrukturen zu bauen. Der Vortag stellt die verschiedenen Symbionten vor, erläutert die Bedeutung für die Korallen und warum diese Symbiose im Fokus der Forschung steht, wenn es um den Klimawandel geht.
Mareen Möller, mareen.moeller(at)uni-oldenburg.de
Sind die Korallenriffe noch zu retten? Weitere Vortragsthemen finden Sie hier








Stephan Moldzio, [Reef Check Deutschland], stephan.moldzio(at)reefcheck.de
Raum Braunschweig

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